KLEIDERWANDEL IN BERLIN: AUF DIESEM FLOHMARKT GEBT IHR KEIN GELD AUS

Warum dieser Artikel wichtig ist:

40 Prozent der Kleider in unseren Schränken tragen wir selten oder nie – und kaufen trotzdem immer neue Teile. Das verschwendet unnötig Ressourcen, fördert die Ausbeutung unschuldiger Arbeiter und kostet Geld. Zum Glück gibt’s Alternativen!

„KleiderWandel“, das steht nicht nur fürs Umdenken von Fast- in Richtung Slowfashion – sondern vor allem für die wohl größte Textiltauschparty Berlins. Am Samstag, 16. September von 14 bis 20 Uhr, können Frauen, Männer und Kinder im Haubentaucher, auf dem RAW Gelände an der Revaler Straße, ausgeliebte Hosen, Oberteile, Jacken und Schuhe abgeben – und sich dann neue mitnehmen.

Wer mitmachen will muss sich nicht anmelden, nichts planen und sich nicht einmal viel merken. Denn das „KleiderWandel“-Prinzip ist super-simpel: Jeder bringt maximal zehn Teile mit und darf sich maximal zehn neue aussuchen. Unterwäsche ausgeschlossen. We like!

Besonders, weil der Event natürlich nicht nur frischen Wind in Euren Kleiderschrank bringt, sondern ganz nebenbei vor allem auch ein wichtiges Zeichen setzt. Ein Zeichen gegen Konsumwahn, Ressourcenausbeutung, Umweltverschmutzung und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Denn bis zu 40 Prozent der Kleider in unserer Schränke tragen wir nur selten oder gar nicht, 1,5 Milliarden Klamotten landen hierzulande jährlich auf dem Müll. Und das nachdem bei der Herstellung weltweit 850 Millionen Tonnen CО2-Emissionen entstehen – um hier Mal nur ein paar wenige der vielen dreckigen Fastfashion-Fakten zu nennen. 

„Sinn und Zweck unserer Veranstaltung ist es, die Leute vom Konsum billiger Kleidung abzubringen“, sagt Julia Albrecht von Greenpeace Berlin. Zusammen mit dem Berliner Team, dem INKOTA-netzwerk und der örtlichen Aktionsgruppe der Clean Clothes Campaign (ABCCC) gehört sie zu den Organisatoren der Textiltauschparty, die übrigens unter dem schönen Motto „Tauschen, Tanzen, Trends setzen“ steht.

Letzteres – nämlich den Trend in Richtung less is more und sharing is caring zu verlagern – befeuern Julia und die anderen am Tauschtag noch mit schönen Angeboten wie verschiedenen Repair- und Upcyclingstationen, Informationen zur eco-fairen Textilherstellung und natürlich guter Samstags-Nachmittags-Musik. Für die Unterhaltung der Kleinsten sorgt UNICEF in der Kinderecke mit Schminken und Seifenblasen machen. Der Eintritt ist für alle frei.

Letztes Jahr waren mehr als 1000 Leute dabei. Schnappt Eure Freunde und Bekannten, vor allem die, die viel Fastfashion kaufen, und regt sie zum Umdenken an! Wir sind gespannt, wie viele Gäste es dieses Mal werden…

FOTOS: Greenpeace Berlin

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