Ist es nicht lustig, dass alle, die wirklich oder gefühlt in unserem Alter sind, zusammengenommen Generation XY heißen würden? Ein Name wie ein Platzhalter. Und ein bisschen sowas waren wir auch. Zumindest in der Masse. Denn obwohl wohl jeder Jahrgang von Omas oder Eltern, der Wissenschaft oder zumindest der Presse irgendwann geradezu traditionell gesagt bekommt, er sei ein fauler Haufen – bei uns stimmt’s! Das können wir heute doch einfach mal ganz offen und allgemein zugeben. Zumindest im Bezug auf die allgemeine (Um-)Weltrettung.

Was haben wir schließlich schon groß gemacht gegen Fast Fashion als Megatrend, gegen die Vermüllung der Meere, die Abholzung des Regenwalds und vor allem gegen den Klimawandel? Ein bisschen getwittert, Instagram-Weisheiten geteilt und Wohlfühlsätze durch Bars und vegan Cafés getönt. „Also eigentlich müsste man mal…“ Let’s face it! Eigentlich müsste man sich jetzt mal an die eigene Nase fassen – und denen danken, die heute Angela Merkel bloßstellen, die Politik zum Handeln aufrufen, der  Presse ihre Fehler vorhalten und aktiv in die Tat umsetzen, worüber unsere Generationen bestenfalls mal nachgedacht haben. Die so genannte Jugend wird gerade angenehm gefährlich! Darauf sind wir nicht gekommen.

Also danke, liebe Greta Thunberg, danke Anuna De Weder, danke Linus und danke auch den älteren Aktivisten und Aktivistinnen wie Kyra Gandhis, Jakob Blasel oder Luisa Neubauer. Danke, dass Ihr aufsteht und einsteht für das, was wir alle ausnahmslos wollen sollten. Danke, dass Ihr das Richtige vorgelebt, das Ihr vorlegt. Jetzt sind wir dran!

Liebe Generation XY, geht raus, seid laut, macht mit. Sagt Eure Meinung, fordert unser aller Recht. Das Recht auf nicht weniger als einen intakten Lebensraum, für uns und für neue Generationen. Wir sind sowas von am Zug und wir sollten, nein wir müssen, mitmachen. Lasst uns solidarisch sein, wie zuletzt eine Reihe von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, lasst uns unsere Meinung sagen, „unsere“ Kinder bei jeder sich bietenden Gelegenheit verteidigen, auf Twitter, Facebook oder  Instagram Parents For Future werden, die Accounts und Aktionen oder einfach unsere Haltung zum Thema mit allen unseren Freunden teilen, lasst uns einander auch offline mobilisieren, wenn nötig eigene Aktionen ins Leben rufen – und lasst uns alle, alle, alle, am 15. März den Globalen Klimastreik demonstrieren gehen. Gemeinsam!

Und liebe Klimakampf-Kids, seid sicher, wir stehen hinter Euch. Wir stehen mit Euch ein für ein besseres Klima. Wir stehen neben Euch auf der Straße, halten Plakate und rufen Eure Parolen. Wir könnten Eure Eltern sein und stolz, wenn wir’s wirklich wären. Wir nehmen Euch ernst. Weil Ihr Recht habt. Und weil der Wert des Menschen und das Gewicht seiner Meinung altersunabhängig ist. Seid ihr. Seid laut. Und seid gewiss, dass Euch niemand nur hated, sondern dass Euch jeder hört.

Wer sagt dass Idole älter sein müssen, als man selbst? Wir sagen: Ihr seid unsere VOR \ Bilder. Und wir nehmen uns gerne ein Beispiel an Euch.

Foto: Marcus Werner

Sweater: The Lovers auf hessnatur

Jeans: Armedangels

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