Mit ihrer Innovation WEtell möchten sie den Mobilfunkmarkt nachhaltiger gestalten: Die Idee von Alma Spribille, Nico Tucher und Andreas Schmucker ist auf den ersten Blick genauso naheliegend wie einleuchtend. WEtell stellt aber keine Fairphones her, sondern möchte gemeinsam mit der EWS Schönau für eine grüne Datennutzung sorgen. Wie? Indem das Startup Solaranlagen baut.

Andreas, Nico und Alma sind das Kernteam hinter WeTell.

Alma erklärt im Interview mit der EWS Schönau: „40 Prozent des Stromverbrauchs für die Handynutzung entfällt auf die Herstellung des Endgeräts und das Laden.“ In diesen Bereichen können wir ja durch unseren Stromanbieter zuhause oder die Marke des Telefons mitentscheiden, woher der Strom kommt. Aber der Rest? Es bleiben ganze 60 Prozent an Strom übrig. Das sind „die Nutzung der Infrastruktur des Funknetzbetreibers“, also Server und Funkmasten des Netzanbieters, erzählt Alma. Wir finden: Eine ganz schön große Menge an Energie, auf die wir keinen Einfluss haben. Und das, obwohl neben dem Laptop das Smartphone mittlerweile das meistbenutzte technische Gerät ist, knapp siebzig Prozent der Deutschen nehmen es täglich in die Hand.

 

WEtell möchte genau diese bisher unbeeinflussbaren Zahlen verschieben. Die Kunden, die zu WEtell wechseln, gleichen durch ihren Vertrag dort den gesamten Strom aus, den sie täglich mobil benutzen – denn das neue Unternehmen baut für die Nutzer Solaranlagen. Alma hat uns erklärt, dass ein Panel sogar für mehrere User reicht. Und es geht noch weiter: WEtell möchte nicht nur ausgleichen, sondern klimapositiv sein, also mehr grünen Strom erzeugen, als die User benötigen.

Aber nicht nur im Bereich der Nachhaltigkeit möchte WEtell den Mobilfunkmarkt aufmischen, „Datenschutz, Fairness und Transparenz“ sind die anderen Grundpfeiler des Startups. Das macht WEtell zu einer in jedem Bereich nachhaltigen und zukunftsorientierten Brand.

Damit dieses Rundumpaket klappen kann, müssen bis Ende März 1000 Kunden und Kundinnen gewonnen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt’s seit dem 15. Februar eine Crowdfundingkampagne auf Startnext.

Unsere Meinung: Es ist erstaunlich, dass wir uns in so vielen Bereichen des Lebens Mühe geben, nachhaltiger zu agieren – und beim Smartphone, auf das wir täglich hunderte Male schauen, irgendwie noch nicht so recht. WEtell ist deshalb unbedingt unterstützenswert, weil es die Aufmerksamkeit auf ein Problem lenkt, das immer weiter wächst. Mit dem Smartphone werden wir immer mobiler und vernetzter. WEtell zeigt uns, dass der Strom und seine Produktion trotzdem nicht selbstverständlich sein dürfen und es auch dort einem Umdenken bedarf.

Hier geht’s zur Website.

Alle Bilder mit Dank von WEtell.

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