Stellt Euch eines der größeren Gebäude in Berlin vor. Ein Kaufhaus am Herrmannplatz, ein Umspannwerk in Mitte, vielleicht sogar das Berghain. Und dann denkt Euch einen Wald aufs Dach, eine Wiese oder einen riesigen Nutzgarten in dem Gemüse gezüchtet werden kann. Die Fassaden wären hell statt grau und könnten Feinstaub in frische Luft auflösen. Klingt utopisch? Ist es aber nicht. Denn Pläne und Innovationen, die solche und ähnliche schlaue Lösungen für den urbanen Raum bieten könnten, sind längst entwickelt und teils getestet. Ergebnis: Wie gut wär’ das denn?

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Die Konzepthäuser Positive Energy Towers des Architekturbüros Vincent Callebaut, erzeugen via Photovoltaik und Solarzellen Strom und erhitzen Wasser. Zusätzlich wird die Natur durch vertikale Gärten zurück in die Stadt geholt.
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Gut und vor allem wahnsinnig wichtig. Denn bei aller Liebe zu unseren Städten, zu ihren inspirierenden Kräften, ihren sozialen Beziehungen, zu ihren Kontrasten und ihren kreativen Energien – in Umweltfragen geraten fast alle längst an ihre Grenzen. Ganz zu schweigen vom Platzangebot. Und trotzdem erlebt die Attraktivität der Urbanität, trotz teurem Wohnraum und Smogalarm, aktuell einen neuen Höhepunkt. Sogar die UN schätzt, dass im Jahr 2050 Zweidrittel der Menschheit in Städten lebt. Zusammengenommen heißt das, dass unsere komplette Infrastruktur vor vollkommen neuen Herausforderungen steht. Und da kommen dann wieder die Feinstaub absorbierenden Fassaden ins Spiel.

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Die Smogabsorbierende Fassade des Hospital General Dr. Manuel Gea González in Mexico City wurde von den Berliner Architekten Allison Dring und Daniel Schwaag von „Elegant Embellishments“ geschaffen.

Erfunden und zunächst in Mexiko City umgesetzt wurden diese tatsächlich von den Architekten Allison Dring und Daniel Schwaag. Damit finden die beiden Berliner ihre ganz eigene Antwort auf eine der großen Fragen, die sich weltweit zunehmend gestellt werden: Wie können die vielen Menschen genügend Platz in der Stadt finden? Wie kann diese trotz Überpopulation immer noch attraktiv für deren Bewohner bleiben? Wie können wir es schaffen, in Zukunft auch innerhalb der Megacitys nachhaltig, sprich mit weniger Müll, weniger Emission, mehr Grün und mehr Platz zu leben? Und vor allem: Wie bekommen wir genügend frische Luft zum Atmen?

Wie viele Ansätze es dazu über die Fassade, die den Ausstoß von sage und schreibe 1000 Fahrzeugen am Tag neutralisieren kann, hinaus bereits gibt, beweisen weltweit ganz verschiedene Projekte. Die beeindruckendsten hat das smart magazine jetzt in einer umfassenden Multimedia-Story zusammengestellt. Von den begrünten „Bosco Verticale“-Häusern des Architekten Stefano Boeri in Mailand, über die weltweit größte nachhaltige „Ökostadt Masdar“ in Abu Dhabi, bis zu den neuesten Ansätzen in Sachen Elektromobilität denken die im Magazin beschriebenen Innovationen die intelligente, sprich smarte Stadt der Zukunft neu.

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Auf den Terrassen der zwei Mailänder Wohntürme „Bosco Verticale“, von Stefano Boeri, wachsen schon heute 800 Bäume und 20.000 Sträucher.
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Und genau das ist es, was wir brauchen. Vielleicht fangen wir einfach mit der bloßen Vorstellung an. Von Gärten auf den Dächern oder von Straßen, auf denen Fahrräder genauso viel Platz haben wie Autos. Wer dazu noch mehr Inspiration braucht, findet sie sicher unter den Ideen im smart magazine.

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Smart bietet alle Modelle seit diesem Jahr auch als Elektroversion an.

Disclaimer: Dieser Artikel erscheint in freundlicher Zusammenarbeit mit dem smart magazine.

Ein Kommentar

  1. Ich freu mich ja schon so auf die Zukunft 🙂

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