Der Satz, der mich bei meinem Besuch in Oslo am meisten fasziniert hat war folgender:

„Wenn man einmal auf ein Elektroauto umgestiegen ist, will man das alte Benzinfahrzeug gar nicht mehr verwenden – es fühlt sich dann tatsächlich sehr altmodisch an.“

Es hätten auch andere Sätze sein können – über Reichweiten, Subventionen oder beliebte Modelle. Aber der Satz von Kari Asheim von der Zero Emission Ressource Organisation hat es in sich. Er deutet nämlich auf eine Zeitenwende hin, die schneller auf uns zurollt, als vielen von uns bis jetzt bewusst ist. So werden Elektroautos unser Straßen- und Stadtbild in den nächsten fünf Jahren entscheidend verändern. Wir werden leisere Städte haben, sauberere Luft atmen und im Zuge der auf die Elektrisierung folgenden Automatisierung des Fahrens – mehr Platz haben. Wer sich noch an Röhrenfernseher, Klapphandys oder Riesen-PC’s erinnert, kann sich ungefähr vorstellen, wie altmodisch sich Nicht-Elektroautos sehr bald anfühlen werden.

Aber spulen wir nochmal zurück. Waren Elektroautos bisher nicht nur was für Nerds und absolut untauglich in der Anwendung im Alltag?

Tatsächlich war die Entscheidung für ein E-Auto bisher eine Entscheidung für das schlechtere Produkt – kaum Reichweite, lange Ladezeiten, wenige Ladestationen, teuer und eine geringe Auswahl an Modellen sind nur einige der Punkte, die dazu führten, dass der Anteil von Elektroautos in Deutschland bisher bei gerade mal 0,7% liegt. Bisher! Denn mit dem noch bis zum 16. Oktober 2016 stattfindenden Pariser Autosalon wird klar, dass auch die deutschen Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt haben und auf eine elektronische Zukunft setzen.

Wie diese Revolution auf unseren Straßen aussehen wird, kann man bereits heute in Oslo sehen. So betrug der Absatz von Elektroautos in Norwegen im letzten Jahr um die 24 %, Tendenz steigend. Warum das Land eine solche Vorreiterrolle spielt, hat VIERTEL \ VOR zusammen mit She’s Mercedes in Oslo untersucht. In der Mini-Doku haben wir mit den wichtigsten Wegbereitern der norwegischen Elektro-Revolution gesprochen und geben einen Ausblick auf das, was hoffentlich auch bald auf den deutschen Straßen passieren wird.

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Rabea Schif ist Model und Moderatorin und hat für uns die Interviews geführt.
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Rabea und Christina Bu an einer Schnellladestation im Zentrum von Oslo.
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Christina Bu ist die Generalsekretärin des Norwegischen Elektroautomobil-Verband.
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Kari Asheim ist die Leiterin Abteilung Transport bei der ZERO Emission Ressource Organization
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Unser Auto in Oslo war der B 250 e von Mercedes Benz. Mit dem waren wir auch schon bei der Elektro-Ralley unterwegs.
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Sture Portvik ist Projektleiter für Elektromobilität bei der Stadt Oslo und einer der wichtigsten Treiber der Elektro-Revolution.

Zur deutschen Version des Films gehts hier: She’s Mercedes

VIDEO: Marcus Werner

FOTOS: Marcus Werner

 

 

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