2019: So geil, so beschissen – wie geht es weiter?

2019. Was für ein unglaublich tolles, und was für ein unglaublich beschissenes Jahr. Toll, weil wir endlich wieder politisch sind. Eine ganz neue Generation lernt weltweit auf den vielen #fridaysforfuture Demos, was es heißt politisch zu Denken und für eine Sache zu kämpfen. Das Potenzial, was da heranwächst, ist riesig und wird hoffentlich die nächsten Jahrzehnte aktiven Einfluss auf unsere Zukunft nehmen.

Das ist umso wichtiger, weil diese junge Generation gleichzeitig sieht, wie wenig die eigentlich relativ einfachen Tatsachen, für die sie da millionenfach auf die Straße gehen, wirklich ernst genommen werden. Sie sehen alte weiße Menschen, die lieber die Vergangenheit verwalten, als eine Vision für ein besseres Morgen zu entwickeln.

Noch schlimmer: sie sehen, wie diese alten, konservativen Menschen aktiv wissenschaftliche Fakten verwässern, progressive Lösungen behindern, oder eben einfach betrügen oder lügen, was das Zeug hält. Was sollen sie von einer Politik halten, die trotz immer dringlicheren Appellen an nachhaltige Veränderung, immer noch so tut, als würde man doch schon irgendwie damit durchkommen.

Und uups, sie kommen ja sogar damit durch! Und schlimmer noch: Der Status Quo auf der Welt 2019 ist, dass Politiker*innen oft eben genau deswegen erfolgreich sind. Das beweist aktuell zum Beispiel wieder Boris Johnson – er alle demokratischen Gepflogenheiten öffentlich mit Füßen getreten hat.

Wie geht man mit einer Welt um, die unverbesserlich ist und lieber nochmal aufs Gaspedal tritt, bevor sie über den Abgrund rast? Man geht eben auch unkonventionelle Wege und nutzt alle Möglichkeiten aus, die einem das System an die Hand gibt.

Genau das macht eine der wohl spannendsten Initiativen, die es auf der politischen Landkarte in Europa gerade gibt: 12062020 Olympia. Die Initiator*innen planen die größte Bürger*innen-Versammlung im Berliner Olympiastadion mit bis zu 90.000 Menschen. Ziel ist es, an einem Tag so viele relevante Petitionen per Smartphone online zu unterschreiben, wie es geht. Wenn genügend BürgerInnen eine bestimmte Petition unterschrieben haben, muss sich der Bundestag mit dem Thema auseinandersetzen.

12062020 Olympia wäre damit eine Antwort auf die Stagnation der Politik. Das Event würde zeigen, dass junge Menschen Ideen für eine bessere, lebenswerte Zukunft haben und für diese auch aktiv kämpfen. Statt immer nur zu meckern könnte hier unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wirklich weiterentwickelt werden. Und das ist etwas, was wir an einem Punkt des weltweiten Umbruchs brauchen.

Das Problem: die Miete des Berliner Olympiastadions inklusive aller Kosten beträgt zirka 1,8 Millionen Euro. Um die zusammenzubekommen, gibt es bei StartNext schon jetzt den Ticketverkauf, der nur noch bis Heilig Abend aktiv ist. Die Hälfte des Geldes ist bereits zusammengekommen. Jetzt sind wir alle gefragt. Glauben wir an eine bessere Zukunft und an neue Formen der politischen Partizipation? Wollen wir wirklich passiv dabei zuschauen, wie konservative Politik unsere Zukunft (nicht) gestaltet? Für alle, die sich immer fragen, was man denn tun könnte? Hier ist Eure Chance. Steht auf, teilt das Event mit euren Freunden, Bekannten und Familien. Und zückt am 12.06.2020 Euer Smartphone und unterschreibt die Petition, die Ihr für Eure Zukunft wichtig findet.

Ein Kommentar

  1. Guten Morgen,
    ich habe eine kurze Frage. Wenn es mir nicht möglich ist am 12.06. im Stadion zu sein,
    kann ich die Aktion trotzdem mit dem Kauf eines Tickets unterstützen?
    Liebe Grüße Jeanette.

    Antworten

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