Ertappt! So jedenfalls haben wir uns ein bisschen gefühlt, als wir den Trailer zu „Von Bienen und Blumen“ von Lola Randl gesehen haben. Die hat sich irgendwann vom Stadtleben verabschiedet und ihre Sinn-Suche in der Uckermark fortgesetzt. Dabei war sie jedoch ein bisschen konsequenter, als wir, die ihren Lebensmittelpunkt dann doch überwiegend wieder in die Stadt verlegt haben.

Was uns jedoch auf unserem Weg aufgefallen ist: wie viel in dem Thema Stadt / (Um)-Land drin steckt. Der Wunsch nach neuem und alten Wissen, mehr Echtheit, Natürlichkeit, Nachhaltigkeit. Aber für uns persönlich eben auch unsere Gebundenheit in dem System, in dem wir leben. Inklusive allen Bequemlichkeiten, Routinen, sozialen und kulturellen Käfigen.

„Aber es stellt sich ja schon stark die Frage, wie man leben will. Wie es anders gehen kann, als in Städten zu wohnen, sich um sich selbst zu drehen, im System von Wachstum und Optimierung festzusitzen.“– Lola Randl im Freitag

Lola Randl versucht genau diese Polarität in ihrem Film einzufangen, stellt ganz nebenbei die Systemfrage und hält uns persönlich einen Spiegel vor. Auf dem steht groß die Frage: Was wollen wir eigentlich?

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