Einer unserer Vorsätze fürs neue Jahr? Euch mehr Menschen, Unternehmen und Dinge zu zeigen, die bereits aktiv an einer nachhaltigeren Zukunft arbeiten. Die Berliner Fashionweek nächste Woche zum Anlass genommen, wollen wir euch in unserer neuen Kategorie Vier Am Freitag die coolsten Apps vorstellen – und so thematisch schon mal auf die allseits präsenten Slowfashion-Themen der kommenden Woche einstimmen. Kleiderkreisel und Co.? Auch gut und wichtig! Heute geht’s uns aber vor allem um möglichst viele Fakten und Infos rund um Fast- und natürlich Slow Fashion: Unsere Highlight-Apps bewerten gängige Labels, liefern Alternativvorschläge und geben Übersichten. Zum Beispiel dazu, wo der nächste Fair Fashion Shop zu finden ist. Los geht’s!

1. Fair Fashion?

 

Die App: Sie zeigt Ergebnisse einer Firmenbefragung aus dem Jahr 2013, die bei  gängigen Fashionlabels umgesetzt wurde: Wie und wo produzieren Adidas, H&M und Co? Wie zahlen sie? Die App stellt die Eigeneinschätzung der Brands fundierten Expertenbewertungen gegenüber und bewertet die Labels auf einer Skala.
Hard Facts: Kompatibel mit Android & iOS, kostenlos
Wer hat’s gemacht: Die Clean Clothes Campaign (CCC) – ein Zusammenschluss aus hunderten Organisationen und Gewerkschaften, die sich global für bessere Verhältnisse in der Textilindustrie einsetzt.
Das finden wir: für Einsteiger cool – die App liefert Überblicke über gängige Fast Fashion Labels visuell mit einer Skala. Die Handhabe ist super straight forward und die Einschätzungen vom CCC fachlich fundiert. Jetzt vermissen wir nur noch aktuellere Ergänzungen um die Labels, die’s richtig machen.

2. FairFashionFinder

 

 

Die App: Der FairFashionFinder wurde ins Leben gerufen, um den Zugang zu fairer Mode zu erleichtern. Auf einer Landkarte Deutschlands wird mit Stecknadeln gekennzeichnet, wo sich Läden oder Labels befinden, die faire Mode führen. Wer sich für eine entschieden hat, erhält Details zum Shop. Außerdem kann auch gezielt nach einer bestimmten Marke gesucht werden.
Hard Facts: Hier kommt der Nachteil – die App ist zwar kostenlos, gerade aber nur für iOS verfügbar. Für Androidnutzer steht immerhin die Website zur Verfügung, die ähnlich funktioniert.
Wer hat’s gemacht: getchanged – The Fair Fashion Network ist ein eingetragener Verein aus der Schweiz, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Konsumierende über die Verhältnisse in der Modeindustrie aufzuklären und Alternativen zugänglich zu machen.
Das finden wir: Ein großartiges Positivbeispiel, das gegen die gängige Argumentation vorgeht, dass man ja gar nicht wisse, wo es überhaupt faire Mode gibt.

3. GoodOnYou

 

Die App: Um diese App kam im letzten Jahr kaum jemand herum. Viele große Medien haben sie gehyped – und wir machen mit. GoodOnYou vereint quasi die FairFashion? Und den FairFashionFinder in einer App: User können nach der gewünschten Marke suchen, sehen auf einer Skala von 1 bis 5, wie diese bewertet ist und bekommen Marken vorgeschlagen, die der gesuchten ähneln. Man kann auch direkt nach den Brands suchen, die am besten bewertet sind und den Brands direkt Kritik und Wünsche schicken.
Hard Facts: Verfügbar für Android & iOS, kostenlos. User müssen sich aber registrieren.
Wer hat’s gemacht: Ethical Consumer Australia, eine australische NGO.  
Das finden wir: Das Design ist cool und modern und man bekommt direkt Alternativen vorgeschlagen. Auf der Website erklärt GoodOnYou ausführlich, wie sich die Bewertungen zusammensetzen. Wer noch mehr wissen will, klickt hier.

4. Faer

 

Die App: Wer online einen Look entdeckt hat oder ein bestimmtes Teil für einen bestimmten Anlass sucht, kann Faer einen Screenshot zeigen oder die Beschreibung mit Spracheingabe suchen. Faer schlägt dann passende Pieces vor –nur von zertifizierten und fair produzierenden Marken. Und ja, über Faer direkt kann auch eingekauft werden. Die Fresh Looks-Seite erlaubt es aber, die beste nachhaltige Mode wie bei Instagram einfach durchzuscrollen und auf neue Marken aufmerksam zu werden.
Hard Facts: Kostenfrei und für Android & iOS
Wer hat’s gemacht: Pedro Silva und Petar Djekic aus Berlin
Das finden wir: Faer hat verstanden, wie wichtig der visuelle Content bei Instagram, Pinterest und co. ist und verbindet diese Präsentation großartig mit fairer Mode. Faer wird nicht umsonst überall gerade gehyped und wir freuen uns auf alle Labels, die noch hinzukommen.

Titelfoto:  ROBIN WORRALL on Unsplash

 

 

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