Warum dieser Artikel wichtig ist

Die menschliche Rolle auf dieser Welt zu verstehen und diese zu akzeptieren ist ein Anfang, um unseren Umgang mit der Natur neu einzupegeln.

Es ist etwas bei uns passiert. Etwas, dass wir lange nicht wirklich erkannt haben. Etwas, dass die ganze Zeit unterschwellig da war, aber aus dem wir nicht die richtigen Schlüsse gezogen haben. Bis vor Kurzem haben wir immer gedacht, dass wir mit unserer Lebensweise den Planeten zerstören. Das tun wir tatsächlich. Wir vernichten einen Großteil der natürlichen Ressourcen, rotten Jahr für Jahr einzigartige Tierspezien aus und unterwerfen alles einem Wirtschaftssystem, dass die einfachste Gleichung der Welt nicht akzeptieren will: es gibt kein unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten. Die Wahrheit ist jedoch, dass es unserem Planeten egal ist. Die Erde ist so alt und hat schon so viel mitgemacht, dass sie sich locker von allem erholen wird, was wir mit ihr anstellen. Schließlich ist die menschliche Geschichte nur ein kleiner Pups in der Geschichte der Welt. Fakt ist: wir zerstören nicht den Planeten, wir zerstören uns selbst.

Unsere Lebensgrundlage hängt von dem Zufall ab, dass ausgerechnet wir in einer Zone zu Hause sind, in der die ideale Temperatur für Leben existiert. Wir sind so genau auf diese Zone eingepegelt, dass jede kleinste Abweichung nach oben oder nach unten zu riesigem Stress bei uns Menschen, den Tieren und Pflanzen führt. Man könnte es als Wunder bezeichnen, dass ausgerechnet unser Planet das Glück hatte, mit so etwas einzigartigem gesegnet zu sein. Für die meisten Menschen ist dieses Wunder jedoch selbstverständlich. Wir begreifen gar nicht die Bedeutung für alles, was uns wichtig ist.

Der Homo Sapiens wandelt seit rund 300.000 Jahren über diese Welt, eine vergleichbar minimale Zeitspanne. Ideale Lebensbedingungen für uns Menschen entstanden aber erst vor rund 10.000 bis 12.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit. Erst dann wurde der Mensch sesshaft und begann Pflanzensamen auf Feldern auszubringen und Tiere zu züchten. Noch bis in die 1970er Jahre funktionierte dieses System in relativen Einklang mit unserem Klima. Wir waren einfach noch nicht so viele, dass wir tatsächlich relevant waren. Das änderte sich mit der neoliberalen Revolution von Thatcher, Reagen und deren ideologischen Hinterleuten, die den freien unregulierten Markt predigten und dabei die Folgekosten von Umweltzerstörung und Ausbeutung von Ressourcen übersahen. Vielmehr wurden sie in der neoliberalen Gleichung einfach ausgeblendet.

Dieser Fehler im System der Wirtschaft führte uns eigentlich erst zu dem Punkt, an dem wir heute stehen: dem relevanten Eingriff in unser Klimasystem zu unserem eigenen Ungunsten. Innerhalb von nur 200 Jahren seit der industriellen Revolution und dem damit beginnenden Abbau von fossilen Brennstoffen, haben wir es geschafft, unsere Spezies an einen Point of No Return zu bringen. Denn wer glaubt, dass wir diesen größten Fehler der Menschheit im Nachhinein korrigieren können, den müssen wir leider enttäuschen. Das Klimasystem der Erde lässt sich nämlich Zeit und rechnet nicht in Menschengenerationen. Bis sich all das zusätzliche CO2 in der Atmosphäre aufgelöst hat, dauert es wohl ein paar Hundert Jahre. Zeit genug, um sich der dummen Menschheit endlich zu entledigen.

Und dumm wären wir auch, wenn es uns nicht gelingt, die Kurve zu kriegen. Vor allem, weil die Lösungen alle auf dem Tisch liegen. Natürlich müssten wir uns neu ausrichten. Natürlich müssten wir Kompromisse in unserem Lifestyle machen. Wäre es das wert? Das müsst Ihr für Euch selbst beantworten.

Ein Kommentar

  1. Ihr sprecht einen sehr wichtigen Punkt an, den viele Menschen noch nicht verstehen. Es geht nicht um etwas abstraktes oder etwas, was weit weg ist. So wie die „Rettung der Erde“. Der Erde ist es egal was wir hier machen, sie wird überleben. Es geht um uns, genau wie ihr schreibt. Danke auch für das genaue aufzeigen des Ablaufes in der Geschichte. Wie verrückt es ist, dass wir in so kurzer Zeit so viel verändert haben. Ich glaube dann schaffen wir das auch in die andere Richtung 🙂

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