Warum dieser Artikel wichtig ist:

Verbrennungsmotoren sind Klimakiller, Alternativen heiß diskutiert. Umso besser, wenn Fakten den positiven Impact von Elektromobilität belegen – vor allem, wenn sie alle Seiten mit einbeziehen.

Wie Spiegel Online kürzlich berichtete, bestätigt das eine aktuelle Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT), einer internationalen gemeinnützigen Organisation die lobbyfreie Forschung für Umweltbehörden betreibt. Elf Forschungsarbeiten zum Thema CO2-Emissionen von Elektroautos hat das ICCT dabei analysiert. Das Ergebnis: Ein Elektroauto spart gegenüber einem Pkw mit Verbrennungsmotor während einer Lebensdauer von 150.000 Kilometern zwischen 28 und 72 Prozent Kohlendioxid ein. Wie viel ganz genau, hängt vor allem davon ab, unter welchen Bedingungen die Batterien hergestellt werden. In Norwegen und Frankreich werden diese mit einem sehr geringen Anteil an Kohlestrom produziert – weshalb die dort entstandenen Batterien eine bessere CO2-Bilanz haben als zum Beispiel die aus Deutschland.

Halb so viele Emissionen wie Benziner oder Diesel

Laut der neuen Studie des ICCT verursacht ein Elektroauto insgesamt nur etwa halb so viele Treibhausgase wie ein gewöhnliches europäisches Auto mit Verbrennungsmotor. Trotz der höheren Emissionen, die während der Batterie-Produktion entstehen, hat ein Elektroauto so nach etwa zwei Jahren eine bessere Klimabilanz als andere Wagen. Diese Zeit ließe sich sogar auf anderthalb Jahre reduzieren, wenn das Auto ausschließlich mit Ökostrom betankt werden würde.

Mit immer mehr grünem Strom und Verbesserungen in der Batterieherstellung können die Emissionen von Elektroautos in der Zukunft noch weiter reduziert werden. Eine wichtige Frage ist am Ende natürlich auch, was mit den Batterien passiert, wenn sie wegen nachlassender Leistung nicht mehr im Auto verwendet werden können. Eine gute Möglichkeit dafür  ist die Weiternutzung als Stromspeicher für Solar- oder Windenergie. Die Gegenargumente werden also weniger. We like!

Text: Merle Xenia Hansen für enorm

Redaktion: Anna Schunck

Fotos: Marcus Werner

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf enorm-magazin.de 

 

2 Kommentare

  1. alexander mága

    … klimafreundlicher vielleicht (knapp), aber leider geht’s ja nicht nur um CO2…
    problematisch sind ja auch die verwendeten rohstoffe, bzw. die u.a. mit kinderarbeit gewonnen und langsam knapp werden (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroautos-kobalt-knappheit-wird-fuer-akku-hersteller-nicht-dramatisch-a-1181372.html).
    hm… also doch besser fahrrad, öffis und autofrei !

  2. Wieviele Batterien stammen denn aus Norwegen und Frankreich? Bei Lithium-Ionen-Akkus gibt es doch ein Oligopol und der Großteil des Weltmarkts wird von Panasonic, LG und Samsung beherrscht … Der Text scheint mir ein wenig oberflächlich. Schaut nach wishful thinking aus.

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