Warum dieser Artikel wichtig ist:

In unseren Meeren schwimmt aktuell mehr Plastik als Plankton. Dagegen hilft auch Müllsammeln am Ufer nicht viel. Wer’s aber trotzdem macht, kann ein Zeichen setzen: Gegen den Verpackungswahn, gegen die Gewässerverschmutzung – und dafür, wie unaufwändig ein bisschen Engagement sein kann!

Fünf Minuten reichen nicht aus, um eine Sandburg zu bauen. Sie reichen nicht, um in Ruhe eine Magazin-Reportage zu lesen, um ein Volleyball Match zu spielen oder beim Spazierengehen ein tiefes Gespräch zu führen. Fünf Minuten, das ist mehr so eine Eis-Schleck-Länge, die Zeit, in der ein Durchschnittsdrache in der Luft bleibt – oder genau die, in der jeder von uns ganz nebenbei zum Helden oder zur Heldin werden kann: beim „5 Minute Beach Cleanup“ zum Beispiel.

Die Bewegnung, zu der es auch ein gleichnamiges Hashtag gibt, braucht nicht viel mehr als einen Instagram-Account und natürlich jede Menge Menschen, die sich regelmäßig nur fünf Minuten Zeit nehmen, um (Plastik-)Müll an Stränden und Ufern zu sammeln und dann fix fachgerecht zu entsorgen. Wer mag macht noch ein Foto und vertaggt es mit @5minutebeachcleanup. So ist über die Jahre eine Sammlung an Bildern entstanden, die Länder und Leute verbindet, die alle die selbe Mission haben: unsere Gewässer von Müll, insbesondere Plastikmüll, zu befreien. Und vor allem auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Eine Problematik, die nicht erst sichtbar wird, wenn man mit dem Flugzeug über den Teppich aus Plastikmüll fliegt, der unfassbarer Weise mit einem ähnlichen Umfang wie dem Mitteleuropas im Nordpazifik zwischen Kalifornien und Hawaii vor sich hin schwimmt schwimmt. Einen groben Eindruck davon, wie viele kleine und größere Überreste menschlicher Gebrauchsgegenstände jedes sich bietende Gewässer vollmüllen, bekommt man ganz einfach überall da, wo Wasser auf Land trifft. In unserem Sommer-Urlaub haben wir auf Korsika in weniger als fünf Minuten vier PET-Flaschen, ein Stück Eimer, ein Überraschungsei, Netze und jede Menge Kleinkram gefunden und ordentlich weg geschmissen. Und auch zuhause am Ufer er Spree oder der Brandenburger Seen, an denen wir entlang schlendern, lohnt es sich leider immer, ein 5 Minutes Beach Cleaning einzuschieben.

Wer’s macht und postet und rum erzählt, der hält zumindest einen Mini-Bruchteil des Abfalls davon ab, wieder in den Wasserkreislauf zu gelangen, sich zu Mikro-Plastik zu zersetzen, von Fischen gefressen zu werden und so am Ende wieder als Schadstoff in unserem Essen zu landen. Vor allem aber kann er oder sie ein Zeichen setzen, steigendes Bewusstsein schaffen – und bestenfalls auch andre zum 5 Minute Beach Cleaning animieren. Ganz genau so, wie es sich Carolina Sevilla aus Costa Rica gewünscht hat, als sie die Bewegung ins Leben rief. Wir sagen einfach Mal: danke, liebe Carolina! Es kann so einfach sein, ein Zeichen zu setzen. Es kann so einfach sein, sich zu engagieren. Und sei es nur mal fünf Minuten lang.

FOTO: Marcus Werner

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