Atomkraft? Eh klar: so was von nein danke! Aber auch Energie aus Braunkohle finden wir alles andere als cool. Als bekennende Über-Unterstützer der Energiewende beziehen wir einen der besten Naturstrom-Mixe, den wir kriegen können. Und Montag geht noch mehr: Seit Montag können wir mit der Wahl unseres Öko-Stromtarifs ein politisches Zeichen setzen – und vor allem aktiv und direkt in den Strukturwandel von schmutziger Braunkohle hin zu sauberer Sonnenenergie investieren. Natürlich ist der frisch gelaunchte Greenpeace-Energy-Tarif Solarstrom-plus ein Produkt. Aber eines, mit einer ungewöhnlich deutlichen politischen Message.

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Gutes Beispiel für gute Kommunikation: Auf den Fleyern zum Tarif sind echte Abnehmer und Erzeuger zu sehen – von denen einige auch beim Launch waren
Gutes Beispiel für gute Kommunikation: Auf den Fleyern zum Tarif sind echte Abnehmer und Erzeuger zu sehen – von denen einige auch beim Launch waren
Wollen alle davon überzeugen, dass auch aus Braunkohle Region sauber Strom kommen kann: die GPE-Vorstände Nils Müller und Sönke Tangermann
Wollen alle davon überzeugen, dass auch aus Braunkohle Region sauber Strom kommen kann: die GPE-Vorstände Nils Müller (li.) und Sönke Tangermann

„Es geht nicht nur darum Neues zu schaffen, es geht auch darum, Altes abzuschaffen. Und wie wollen die Braunkohle abschaffen“, so Greenpeace Energy-Vorstand Nils Müller beim Launch in Berlin. Und dass das Ganze auch sozialverträglicher Sicht Sinn macht – und das allzu oft gehörte Gegenargument schwindende Arbeitsplätze endlich aushebelt – beweist eine frisch veröffentlichte Erhebung des Instituts für ökologische Wirtschaftsförderung (IÖW). Die von Greenpeace Energy in Auftrag gegebene unabhängige Studie ergibt, dass der Ausbau von Jobs in erneuerbaren Energien die Braunkohle-Arbeitsplätze bis 2030 vollständig ersetzen kann. Und mitfinanziert werden soll der Wandel in den bisherigen Kohleförderungsregionen Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen durch einen so genannten Förder-Cent, der bei Solarstrom-plus  als Kohleausstiegssoli vom Energiepreis abgeht und direkt in die Förderung lokaler Solar-Akteure, zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen-Betreiber, fließt. Wer auf den Tarif umsteigt, bekommt außerdem schon jetzt bis zu zehn Prozent Strom aus Sonnenenergie geliefert. Der Rest kommt wie gewohnt aus Wind- und Wasserkraft.

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Denn mit dieser Idee haben Nachhaltigkeits-Freunde deutschlandweit zum ersten Mal die Möglichkeit, sich direkt und ohne die Arbeitsmarktsituation außer Acht zu lassen für das Ende der Braunkohle einzusetzen. Bisher war dies, wenn überhaupt, den Leuten aus den betreffenden Regionen vorbehalten.

Und von Regierungsseite kam bisher nicht viel. Sie will erst im Jahr 2018 eine Kommission einberufen, die festlegt, welche Kohlemeiler wann vom Netz gehen. Und erst danach soll darüber beraten werden, wie sich der Strukturwandel sozialverträglich gestalten lässt. Beim Launch von Solartrom-plus in Berlin verwies Greenpeace-Energy-Vorstand Sönke Tangermann deshalb zurecht auf die Klimaziele aus Paris: „Diese besagen ganz klar: Bis 2030 ist Ende mit der Braunkohle. In der Realität bleibt das politische Bekenntnis aus.“ Da müssten laut Tangermann offenbar andere ran. „Und das will Greenpeace Energy sein.“ Zusammen mit seinen Kunden. „Der neue Tarif ist aus der Überlegung heraus entstanden, die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass auch aus Braunkohle Region sauber Strom kommen kann“, so Tangermann. Wir sind überzeugt – und sagen Tschüss Braunkohle, hallo Sonne. Macht mit!

FOTOS: Marcus Werner // Christoph Eckelt

HEADER: Asia Chang

Dieser Artikel entspricht unserer Überzeugung – und erscheint in freundlicher Zusammenarbeit mit Greenpeace Energy

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