Kaum etwas ist mächtiger, als die Macht der Gewohnheit. Das merken wir während unserer Arbeit für VIERTEL \ VOR immer wieder. Veränderung in Richtung Green Lifestyle? Für viele offenbar schwierig, sobald damit tatsächlich Veränderung einhergeht.
Einerseits ja nachvollziehbar. Routine ist bequem und kann dem Alltag einen gewissen Rahmen geben. Andererseits muss Entwicklung ja nun auch nicht über Nacht oder mit dem Vorschlaghammer passieren. Im Gegenteil! Sie gehört, mal ganz platt gesagt, doch sowieso zum Leben. Sie kann schleichend kommen – und so ganz einfach zur Selbstverständlichkeit werden.

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Beispiel gefällig? Zwischen Stadt und Land, Berlin und Brandenburg, zu leben, unsere Bürogemeinschaft nur zu besuchen, wenn wir nicht gerade von woanders aus arbeiten, Werkzeuge für die Arbeit auf dem Hof oder Klamotten für den Style in der City auszuleihen, hatten wir beide nicht geplant. Das Leben, das wir als Individuen und gemeinsam führen, hat sich ergeben. Aus uns selbst und unseren Entscheidungen heraus. Aber auch aus einem gewissen Zeitgeist, dem wir uns nie verschlossen sondern hingegeben haben.

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Niko Woischnik ist Experte für modernes Arbeiten und organisiert mit dem Tech Open Air ein internationales Treffen der Technologie- und Kreativwirtschaft.

Und offenbar sind wir dabei Teil einer Bewegung geworden, die sich aus der Entwicklung unserer Gesellschaft ergibt: dem Hang zum Teilen. Oder um den offiziellen Anglizismus zum Trend zu nutzen: dem Co-Existing. Schön beschrieben aktuell in einer Multimedia-Story des smart magazines.

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Danach tun wir uns, wie viele andere (Teilzeit-)Großstädter, mehr und mehr mit anderen zusammen, die einen ähnlichen Lebensstil haben – und nutzen alles, was wir nicht täglich brauchen gemeinsam. Zum Glück! Denn das ist nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig. Weil wir so weniger brauchen. Weniger Produkte und weniger Platz. Und mal ganz abgesehen davon wird’s früher oder später auch schlichtweg notwendig: Denn wir werden erwiesenermaßen insbesondere in den Städten einfach immer mehr. Mehr Menschen, die sich ernähren müssen und Platz zum leben und arbeiten suchen.

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Bruno Haid ist der Gründer von Roam, einem Co-Living Anbieter.

Gut, dass es Experten gibt, die in Sachen Sharing besonders weit und konkret in diese Zukunft denken. Weil wir alle gern frisches, gesundes Essen wollen, geht’s dabei natürlich um’s Dauerbrenner-Thema Urban Farming. Darüber hinaus aber auch um Co-Working-Modelle, die über Ländergrenzen hinweg funktionieren, um Co-Living, bei dem mehr geteilt wird, als nur Hausflur und Garage. Und um eines unserer Lieblings-Themen: Carsharing, der gemeinsam genutzte Pkw, der die Citys auf lange Sicht sogar autofrei machen könnte.

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Dan Zaik ist der Gründer von Mindspace, einem Co-Working Space, den es nach Tel-Aviv nun auch in Berlin gibt.
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Wie sowas genau gehen kann? Dazu stellt das smart magazine in besagter Multimedia-Story nicht nur die neuesten Ideen sonder auch die Köpfe dahinter vor. Mit einem virtuellen Fahrstuhl können wir auf der Seite verschiedene Co-Existing-Möglichkeiten abfahren und Projekte wie Roam, ein internationales Netzwerk von Co-Living Spaces mit Locations in Bali, Miami, Madrid und London, das Co-Working-Konzept von Mindspace oder das Generations übergreifende Arbeiten auf den Homefarms kennen lernen.

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Die Homefarms verbinden den Anbau von Nutzpflanzen und urbaner Architektur mit der Idee der gemeinschaftlichen, generationenübergreifenden Bewirtschaftung.

Dazu gibt’s neben Fotos auch Video-Clips von unseren Freunden und Kollegen von Modest Department.Dass wir mit denen nicht verpflichtend, sondern verbindlich nach Bedarf zusammenarbeiten, ist übrigens ein weiterer Beweis dafür, wie gut die ganze Co-Idee funktioniert. Und dafür, dass wir in der Veränderung des allgemeinen Lebensstils doch eh schon längst mittendrin stecken. Gut so! Denn Wirgefühl ist unser Ding. Und eins ist ganz sicher noch mächtiger als die anfänglich erwähnte Macht der Gewohnheit: die Macht der Gemeinschaft. Sie wärmt das Herz und kann uns auf genau die Weise nachhaltiger, stärker und glücklicher machen, die wir wollen. Oder?

FOTOS / FILME: via smart magazine

Dieser Artikel erscheint in freundlicher Zusammenarbeit mit dem smart magazine

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