Riecht Ihr’s schon? Es duftet nach Frühling, nach Freiheit und nach Aufbruch! Kaum haben uns die ersten Sonnenstrahlen an der Nase gekitzelt, denken wir (selbst im Regen) an Urlaub, Ausflug, Auszeit. Für alle, denen es genauso geht, und die auch unterwegs im grünen Bereich bleiben wollen, kommen hier 11 einfache Tipps für nachhaltiges Reisen:

1. Bewusstsein schärfen

Niemand muss aus dem Stegreif zum Green-Guru werden. Sich immer mal wieder selbst zu hinterfragen und zu überlegen, welche Folgen unser Handeln so hat, hilft in Sachen Nachhaltigkeit allerdings oft schon erste Wunder!

2. Gezielt suchen

Statt sich dabei allein auf Siegel wie TourCert und Viabono zu konzentrieren, empfehlen wir Seiten wie beispielsweise Anderswo und Alpine Perals (fürs Komplettpaket) oder Bio Hotels und Good Travel (für Unterkünfte nach jedem Geschmack), die ein rein nachhaltiges Angebot abbilden, inspirieren und Lust auf mehr machen.

3. Flüge canceln

Weil die Emission beispielsweise auf der Strecke von Berlin nach San Francisco fünf Quadratmeter ewiges Eis schmelzen lässt, sollten wir alle, wo’s geht, aufs Fliegen verzichten. Klar darf sich hier niemand gezwungen fühlen, in Zukunft jede lang ersehnte Fernreise abzusagen. Kurzstreckenflüge aber auf jeden Fall! Ganz ehrlich, den Weg zum Airport, Kontrolle und Einchecken mit eingerechten, spart man damit vor allem im Inland meistens doch eh gar nicht so viel Zeit. Die beste Aussicht bietet oft die Bahn (Berlin-Prag! Cuneo-Nizza!). Die allerumweltfreundlichste Alternative ist der Bus. Entschleunigungsgefühl inklusive.

4. Für Kompensation sorgen

Wer doch unbedingt fliegen muss oder will, kann als eine Art Ausgleich über Atmosphäre (wie wir auf dem Weg nach Ibiza) oder MyClimate seinen Fußabdruck berechnen und in Klimaprojekte investieren.

5. Nicht nur in die Ferne schweifen

Schon mal Urlaub in der eigenen Stadt gemacht? Vom Hotel aus hat man oft einen ganz anderen Blick auf die gewohnte Umgebung. Radtouren oder Zelten in der Umgebung werden oft unterschätzt. Wer das langweilig findet, plant mehr Aktivität ein, zum Beispiel mit einem Hausboot oder Kajak.

6. Auch im Urlaub Öffis nutzen

Mit 150 Gramm pro Person und Kilometer ist der CO2-Verbrauch beim Autofahren verhältnismäßig hoch. Statt Mietwagen ruhig auch am Urlaubsort mal Bus und Bahn nutzen oder Fahrräder leihen. Führt oft zu schönen Begegnungen und einem spannenderen Expoloring-Gefühl.

7. Wie ein Local entdecken

Pauschalreisen vermeiden, weil Massentourismus natürliche Flächen vernichtet, ganze Regionen zerstört und den Menschen vor Ort nicht nachhaltig viel bringt. Statt Riesen-Ketten lieber lokale Hotels und Pensionen zu unterstützen, ist individueller und macht eh am meisten Spaß! Dazu am besten in regionalen Restaurants essen und auf Märkten einkaufen gehen, um sicherzustellen, dass Euer Urlaubsgeld in der Region bleibt, anstatt an multinationale Anbieter zu fließen.

8. Wie zu Hause benehmen

Und damit meinen wir nicht, überall gleich die Füße auf’n Tisch zu legen, sondern auf die kleinen Dinge zu achten, die umweltfreundliche Menschen auch im Alltag tun. Eine Stofftasche mit zum Einkaufen und Souvenir-Shoppen nehmen, um Plastiktüten dankend ablehnen zu können, zum Beispiel. Trinkflasche und in Regionen mit schmutzigem Wasser am Besten auch einen LiveStraw-Strohhalm dabei haben. Neben einer Edelstahlbox für To-Go-Gerichte kann auch eigens Besteck sinnvoll sein. Wir wissen ja, wie das mit den Kunststofflöffeln und Co. so läuft… Alles Items, die nicht zu schwer zu tragen, aber durchaus schwerwiegend sind, wenn’s um Nachhaltigkeit geht.

9. Wasser sparen

In Deutschland sind wir ziemlich verwöhnt, was die Frischwassersituation angeht. Dass es immer endlos aus dem Hahn fließt, ist aber selbst in einigen europäischen Ländern alles andere, als eine Selbstverständlichkeit! Auf Ibiza beispielsweise wird im Sommer das Wasser so knapp, das sanktioniert werden muss. Gerade in warme Regionen gilt generell: Nicht mehrfach am Tag und nicht so lange duschen, Abwaschwasser auffangen, Handtücher nicht dauernd zur Reinigung geben und so weiter und so fort.

10. An die Gegebenheiten vor Ort anpassen

Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres – für uns. Nicht zwangsläufig immer für die Regionen, in die wir so reisen. Bei über 25 Grad und Sonne sollte also niemand einen sattgrünen Golfplatz erwarten, in der Nebensaison keine perfekt verschneiten Skipisten.

11. Auspacken

Schon gewusst? Je schwerer Koffer und Taschen, desto höher der COAusstoß des Autos, mit dem unser Hab und Gut so transportiert wird. Vor allem gilt aber: Je leichter das Gepäck, desto entspannter sind meistens Reise und Rücken. Auch nicht schlecht: Wer wenig dabei hat,muss nachher zu Hause auch weniger waschen. Gegen Knitterfalten, für viel Platz und gute Orga Kleidungsstücke rollen statt falten und Bag-in-Bag-Prinzip nutzen aka kleinere Täschchen für Elektroartikel, Beauty-Equipment, Unterwäsche, nutzen.

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FOTOS: Marcus Werner

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