Das Internet ist eine Steilvorlage für allerhand neue Möglichkeiten des Austauschs – und damit auch neuen Formen des Handelns. Apps und Suchmaschinen sind dabei die Vorreiter einer neuen, nachhaltigen Welt, die auch ohne wirtschaftlichen Wachstumsdruck funktionieren kann. Die für uns zurzeit zukunftsweisendsten Apps haben wir hier für Euch zusammengefasst:

1. ECOSIA

Die Suchmaschine funktioniert wie Google – spendet im Gegenzug zu dem Internetriesen jedoch den Großteil ihrer Erlöse an verschiedene Aufforstungsprojekte. Durch die Nutzung dieser Alternative wird täglich Geld gespendet, für das weltweit neue Bäume gepflanzt werden. Das beeinflusst die CO2-Bilanz positiv. Und es macht Spaß! Auf der Ecosia-Seite ist immer aktuell zu sehen, wie viel der betreffende Nutzer durch seine Suchen schon mit gepflanzt hat. Like!

2. FINDELING

Wer auf Online-Shopping verzichten und sich überflüssigen Verpackungsmüll sparen möchte, kann bei Findeling lokale und nachhaltige Geschäfte in der Nähe finden. Frei nach dem Motto „Support your Local Dealer“ können mit der App und auf der Website Produkte und Marken in der Nähe entdeckt werden. Über eine Filterfunktion lässt sich außerdem gezielt nach Geschäften suchen, die sich zum Beispiel durch ihr veganes, fair produziertes, regionales oder nachhaltiges Sortiment auszeichnen.

findeling

3. KLEINANZEIGEN

Die Kleinanzeigen sind immer noch die Nummer eins Anlaufstelle, um ältere oder nicht mehr genutzte Gegenstände, zu verkaufen. Second Hand ist eine der nachhaltigsten Formen des Konsums. Produkte so lange wie möglich zu nutzen, zu reparieren und statt neu zu kaufen auf bereits vorhandene Produkte zuzugreifen spart nicht nur Geld, sondern jede Menge CO2, das sonst für Neuproduktion und den Transport drauf gehen würde.

kleinanzeigen

4. KLEIDERKREISEL

Die Second Hand-Plattform ist Anlaufstelle für alles, was nicht mehr im Kleiderschrank erwünscht aber noch in gutem Zustand ist. Gestartet ist Kleiderkreisel bereits 2008 als reine Tausch-Plattform für Mode. Mittlerweile stehen die meisten Schätze aus Privatbesitz jedoch zum Verkauf (auf Verhandlungsbasis). Das nachhaltige Konzept sorgt so für neue Outfits, benötigt dafür aber keine neuen Ressourcen. Lediglich das Konzept Versand produziert Verpackungsmaterial und birgt daher Optimierungspotenzial – wobei sich gerade in großen Städten mittlerweile auch meisten Top-Teile zum Selbstabholen in der Nähe befinden.

kleiderkreisel

5. SWAPPER

Swapper ist das Tinder des Tauschens. Man lädt ein Produkt hoch, was man nicht mehr braucht und gibt an, an welchen anderen Produkten man interessiert ist. Dann wird nach rechts (gefällt) oder links (gefällt nicht) gewischt und sobald es einen Match gibt, kann man sich mit dem anderen Besitzer einigen – und im besten Fall tatsächlich tauschen. Das wäre dann Postwachstums-Ökonomie in Reinform. Real good!

6. NATURTRIP

Naturtrip ist eine tolle Suchmaschine für alle, die mal wieder raus ins Grüne wollen. Einfach eingeben, wo’s hingehen soll –  Naturtrip versorgt jeden, jeden Geldbeutel und jede Vorliebe mit jeder Menge Inspiration vor Ort. Zusätzlich sagt die App auch noch, mit welchen Verkehrsmitteln Ihr am Besten hin kommt und wie lange der Ausflug dauert.

naturtrip

7. MEALSAVER

Es heißt, dass zirka 40 Prozent aller Lebensmittelabfälle in der Gastronomie und im Handel erzeugt werden. Mealsaver ist angetreten, um genau das zu ändern. So kann man mit der App nach nicht mehr im Restaurant angebotenen Essen suchen – und diese dann ganz normal bestellen. Wer Mealserver nutzt, rettet intakte Lebensmittel vor dem Abfall. Das finden wir natürlich super und sind gespannt, ob sich das Konzept durchsetzt.

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8. CODECHECK

Wer wissen will, was in den Produkten drin ist, die wir uns alle so in den Einkaufswagen legen, für den ist Codecheck die Musthave-App. Einfach den Barcode einscannen – und die App zeigt zuverlässig an, was drin steckt im Joghurt oder auch mal in der Tiefkühlpizza. Gleichzeitig schlüsselt Codecheck auf, ob die Inhaltsstoffe unbedenklich sind. Und es gibt individuelle Einstellungsmöglichkeiten für Veganer oder für Leute mit Gluten- oder Laktoseintolleranz. Like!

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9. DRIVY

Der Trend geht vor allem in den Großstädten (glücklicherweise) mehr und mehr dazu, kein eigenes Auto mehr zu besitzen. Wer dennoch mal eins braucht, musste bisher auf die großen Autovermietungen zurückgreifen. Die Autos, die es dort gibt, stehen zum Großteil nur herum und nehmen wertvollen Platz in der Stadt ein. Daher bietet Drivy einfach jedem Privatbesitzer an, sein Auto über die Plattform an andere Menschen zu vermieten. So wird das Fahrzeug bei Nicht-Gebrauch genutzt und der Besitzer verdient damit sogar noch Geld.

drivy

Titelbild: Parker Byrd

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