Seit 1990 hat sich der Güterverkehr auf der Straße mehr als verdoppelt. Das bedeutet mehr und mehr Lkw blasen immer mehr Diesel in die Luft. Würde man diese jedoch auf Elektro-Lkw umstellen, würde man bis zu 95 Prozent CO2-Emissionen einsparen. Wenn wir bis 2050 auf Null Prozent kommen wollen, braucht es also wirklich neue Konzepte. Eines davon ist eigentlich gar nicht so neu – die Oberleitung. Diese kennt man aus manchen Städten, in denen neben Straßenbahnen auch Busse via Oberleitung elektrisch angetrieben werden.

Diese Technik jetzt auch auf die Autobahnen zu übertragen klingt vielleicht erst mal verrückt, ist aber langfristig zum einen umweltfreundlicher und durch die geringeren Sprit-Kosten auch noch günstiger für die Speditionen. Wie viel Potenzial das Projekt Oberleitung wirklich hat, testet das Bundesumweltministerium nun anhand von zwei neuen Praxis-Strecken in Hessen und Schleswig-Holstein. Mit bis zu 40 Millionen Euro fördert Hendrick’s Behörde den Umbau. Damit ist Deutschland nach Schweden das zweite Land, wo die Technik erprobt wird. Ob sie letztlich eine echte Alternative ist, bleibt abzuwarten. Die zwei Millionen Euro Kosten pro Kilometer Verkabelung könnten da zu einigen Hürden führen.

Wenn wir es jedoch ernst meinen mit einer nachhaltigeren Zukunft, dann müssen genau solche Projekte progressiv nach vorn gebracht werden. Dass jetzt bereits so viel Geld in den Test gesteckt wird, stimmt uns schon mal zuversichtlich und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Foto Copyright: Scania CV AB

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