Bei unserem letzten Umzug haben wir mindestens 20 Pappkartons gekauft, vollgestopft bis sie fast platzten, alles weggeschleppt und wieder ausgepackt. Seit dem stehen die Kartons auf dem Dachboden und warten darauf, dass sie irgendwann in ferner Zukunft mal wieder verwendet werden. Wahrscheinlicher ist, dass wir sie doch irgendwann verschenken oder schlimmstenfalls sogar spontan entsorgen, weil sie nerven oder einfach zu viel Platz weg nehmen. Schöner Fail! Unser Ziel ist es doch, Dinge so oft wie möglich wieder zu benutzen, damit sich der Aufwand ihrer Herstellung über eine lange Zeit relativiert. Und auch Pappe muss mit ordentlich Ressourcen gefertigt – und wieder recycelt werden.

Pappe, deren Lebensdauer im Falle von Umzugskartons nicht nur bei uns oft viel zu gering ist. Wenn man so an die Sache herangeht, macht es sogar Sinn, von Pappe auf Kunststoff umzusteigen. Hier ergibt sich nämlich die Möglichkeit einen Mehrwegkreislauf aufzumachen, der den Boxen ermöglicht, statt nur einmal benutzt zu werden, zwischen 200 und 500 Mal ein- und ausgeräumt zu werden.

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Genau das ist auch der Gedanke hinter dem Münchener Start-Up TURTLEBOX. Geschäftsführer Leopold Schoeller rechnet vor, dass die Verwendung einer Turtlebox mit etwa 44 Gramm CO2-Emmissionen pro Nutzung etwa neun Mal weniger CO2 verursacht, als ein Umzugskarton aus Pappe mit zirka 380 Gramm pro Nutzung. Die Turtlebox ist damit ein gutes Beispiel dafür, dass der ökologische Fußabdruck vor allem durch eine langfristige Nutzung eines Gegenstandes verkleinert werden kann. Den größten Anteil an der CO2 Bilanz trägt nämlich meistens vor allem die Herstellung eines Produktes.

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Zudem ist die Turtlebox auch nicht wirklich viel teurer als eine herkömmliche Pappbox. Die Pappe gibt es bei Obi in der Größe M zurzeit für 2,59 Euro, bei Ikea kostet ein Karton zurzeit 1,50 Euro. Eine Turtlebox ist inklusive Lieferservice bereits ab 1,79 Euro für die erste Mietwoche und ab 0,79 Euro für die Folgewoche erhältlich; ab einem Bestellwert von 70 Euro ist die Lieferung kostenlos. Neben München können die Mehrwegkisten nun auch im Raum Berlin, Bottrop, Essen, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Stuttgart gemietet werden.

Disclaimer: Wir werden nicht für diesen Beitrag bezahlt, sondern finden die Idee von TURTLEBOX und deren positive Auswirkung auf den CO2 Fußabdruck gut und empfehlenswert.

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