Machen wir uns nichts vor. So gern wir selbst Zero Waste leben wollen und so sehr wir uns bemühen unser Leben ohne Plastik zu gestalten – wir bekommen es im Alltag nicht immer ganz hin. Der Scheiß ist einfach überall und wird einem bei jeder kleinsten Gelegenheit hinterher geworfen, schlechtes Gewissen inklusive. Was kann man machen, wenn man doch zum Plastik gegriffen hat?

Wir haben mit Simon McGowan am Rande des re:Think Kongress in Hamburg gesprochen.

„Kleine Sünden sind okay.“ sagt Simon McGowan im Gespräch mit VIERTEL \ VOR, „man muss den Weg nur konsequent gehen“, sagt Simon McGowan. Er weiß, wovon er spricht. Simon ist Diplom Ingenieur am Institute for Bioplastics and Biocomposites an der Hochschule Hannover und forscht zu den Möglichkeiten von Biokunststoffen. Konsequent heißt für Simon, den Prozess der Plastiknutzung zu Ende zu denken: „Man muss alles dafür tun, dass es nicht verbrannt wird“.

Übersetzt bedeutet das: Wir dürfen Plastik niemals in den normalen Restmülleimer werfen! Denn das zerstört den Recycling-Kreislauf – und das Plastik wäre für immer verloren. Viel besser ist es, Plastik – wenn es denn schon anfällt – konsequent in die gelbe Tonne zu werfen. Hier bekommt es wenigstens die Chance noch Mal aufgearbeitet und wiederbenutzt zu werden.

Trotz dieser so einfachen Erkenntnis ist die gelbe Tonne natürlich kein Freifahrtschein zur fröhliche Plastiknutzung. Wir alle sollten, nein müssen, versuchen, so wenig wie möglich Plastik zu verbrauchen. Verpackungsfreie Supermärkte, lokale Wochenmärkte, To-Stay statt To-Go-Becher, Jutebeutel statt Plastiktüte – das alles sind kleine aber große Schritte, um seinen persönlichen Müllhaufen zu reduzieren. Fangt an!

Allen, die mehr zu Simon McGowans Forschung zum Biokunststoff erfahren wollen, empfehlen wir seinen unterhaltsamen Vortrag beim Science Slam:

FOTO: Marcus Werner

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