In Richtung Nachhaltigkeit gehen wir Step by Step. Von unseren Zerowaste-Vorbildern trennt uns aktuell immer noch ein kleiner Beutel für die gelbe Tonne. Zum Glück wird der jeden Monat ein bisschen kleiner. Und je kleiner er wird, desto größer wird das schlechte Wegwerf-Gewissen. Eskalation: zuletzt im Bad.

Kosmetik gibt’s dort für Anna größtenteils in Glasfläschchen und Ohrenstäbchen für alle aus Pappe. Unpassende Umweltsünden in direkter Nachbarschaft an Badewanne und Waschbeckenrand: Duschgel in der Wegwerfflasche aus Kunststoff und noch viel schlimmer: dieser never ending Wattepadverbrauch! Morgens eins, abends eins – und immer zack zack weg damit. Puh! Zum guten Gefühl von porentief sauberer Haut nach einem langen Tag oder einer kurzen Nacht gesellte sich zunehmend das schlechte Gewissen. Denn die Dinger sind aus Baumwolle. Und die muss erst aufwendig und mit einem Wasserverbrauch von kaum fassbaren 11.000 bis 23.000 Liter pro Kilo angebaut, dann chemisch gewaschen und gebleicht werden. Dann kommt noch das maschinelle Kämmen und Pressen. Für Letzteres wird wieder Wasser in Form von Druck gebraucht. Und selbst für die Bio-Variante kommt das Material aus wasserarmen Regionen. Ein ganz schön langer Produktionsweg für ein paar Sekunden Gebrauch!

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Zuletzt wurden die kostbaren Stücke bei uns also, kein Scherz, mehrfach verwendet, bis jede Ecke ausgenutzt war. Und dann: die Entdeckung! Auswaschbare Pads, die’s für rund 15 Euro unter anderem bei Original Unverpackt oder Erdbeerwoche gibt. Und das sogar in Pink! Aber Farbvorlieben mal beiseite: Die kleinen Mehrwegreiniger kommen nicht nur in einer hübschen Holzschachtel zur Aufbewahrung, mit dabei ist auch ein Wäschesäckchen, damit sie in der Maschine nicht verloren gehen. Waschen kann man die kuschelweichen Pads bei 40 bis 90 Grad. Die beste Less-Waste-Entdeckung seit Langem!

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Entdeckung Nummer zwei war uns als Produkt nicht neu. Wohl aber als künftiges Lieblings-Item. Als Anna das Stück Seife, natürlich mit Favorite-Duft Lavendel, erstanden hat, war ihr nicht klar, dass sie sich deswegen morgens noch mehr aufs Duschen freuen würde. Grund? Der softeste Schaum ever – und die Aufbewahrung im Sisalsäckchen, das es auch in den meisten Drogeriemärkten gibt, ist nicht nur praktisch, sondern auch noch Peelingersatz. Fazit ist wieder Mal ein Hoch auf den nachhaltigeren Lebensstil. Denn unverhofft kommt so so oft!

FOTOS: Marcus Werner

6 Kommentare

  1. Super Idee! Danke für die Inspiration, ich probier das mal aus 🙂

  2. Die Abschminkpads von OU sind aus Plastik…nicht empfehlenswert.

    • Anna Schunck

      Stimmt, danke für den Hinweis, Zhaan. Geht bestimmt noch besser! Zum Glück plane ich erstmal nicht, sie weg zu schmeißen 🙂

  3. Genauso lassen sich Microfaser-Putztücher verwenden. Die kann man wie einen Waschlappen aufhängen und mehrfach benutzen, bis die ganze Fläche voll Schminke ist 🙂

  4. Meine Empfehlung als Wattepadersatz:
    http://www.blumenkinder.eu/shop/Stoffwindeln/Wickelzubehoer/Waschlappen-Feuchttuecher/Cheeky-Wipes-Bamboo-Kit-Box-2-Wetbags-25-Tuecher::3282.html?MODsid=9f46e2753488073a3ceaad7335ff8b21
    Die von OU erscheinen mir sehr zweifelhaft, zumal auch noch „300 Wäschen“ angegeben ist. Danach Müll???

  5. Wieso Ohrenstäbchen? Falls die tatsächlich für die Ohren sind, versucht doch mal lieber einen Ohrenreiniger mit Metallschlinge. Ja, die kommen normal mit Plastikgriff, aber wenn man bedenkt, dass ich meinen nun seit über 16 Jahren einmal wöchentlich nutze, nie einen Ersatz kaufen musste, keine Wattestäbchen mehr nötig waren seitdem UND bereits drei HNO-Ärzte meine schön freien Ohren gelobt haben, sollte das zu verschmerzen sein. Und mit 1-4 Euro sind sie auch nicht teuer.

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