Wir lieben es, wenn man ein Produkt oder einen Prozess nicht einfach nur hinnimmt, sondern weiterdenkt. So wie Julian Lechner von Kaffeeform. Der hat sich bei seinem Produktdesign-Studium in Bella Italia gefragt, was man eigentlich mit all dem verbleibenden Kaffeesatz der vielen Espressi anfangen könnte. Ziemlich viel, hat er festgestellt. Und nach ein paar Jahren des Experimentierens hat er im letzten Jahr eine ernstzunehmende Alternative zum üblichen Kunststoff entwickelt und das naheliegendste Produkt daraus geformt: eine Espresso-Tasse samt Unterteller.

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Julian Lechner ist der Erfinder von Kaffeeform
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Den Rohstoff sammelt Kaffeeform in lokalen Berliner Cafés ein. Danach wird er in Kreuzberg getrocknet, verpackt, und nach Köln versendet, wo er weiter verarbeitet, gepresst und in Form gebracht wird. Das daraus entstehende Produkt ist leicht, lange haltbar, Spülmaschinenfest und riecht tatsächlich sogar noch ein bisschen nach Kaffee.

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Das Tollste aber ist, dass Julian eine Möglichkeit gefunden hat, eine verschwendete Ressource zu finden, die man nutzen kann, um eine nachhaltige und umweltfreundliche Alternative für auf Erdöl basierende Rohstoffe anzubieten. Die Einsatzmöglichkeiten von Kaffeesatz als formbaren Rohstoff scheinen dabei fast unbegrenzt. Gerade wurde die Range um größere Cappuccino-Tassen erweitert. Darüber hinaus hat Julian sogar schon Anfragen aus der Automobilindustrie bekommen, erzählt er VIERTEL \ VOR. Übrigens: Man muss zwischen sechs und acht Espressi trinken, um eine neue Tasse herstellen zu können.

Und wer zu Hause gern Kaffee trinkt, braucht seinen Kaffeesatz auch privat nicht einfach im Hausmüll zu entsorgen. Man kann diesen auch prima als Dünger oder Blumenerde nutzen. Einfach wegschmeißen ist so 2015!

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In tolle Tassen gehört natürlich auch guter Kaffee! Den gabs bei unserem Frühstück mit Kaffeeform in der Oslo Kaffebar in Mitte. Schaut mal vorbei!

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