Endlich hat es eine niederländische Firma geschafft, eines der Hauptprobleme der regenerativen Energien zu relativieren: die Größe und den Krach von Windrädern. Zwar ist Wind einer der wichtigsten Faktoren bei der Energiewende, aber kaum jemand will so ein Windrad vor dem eigenen Haus stehen haben – und schon gar keinen ganzen Windpark. Bisher!

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Das holländische Projekt Archimedes hat eine neue, schöne, effiziente und vor allem leise Windturbine entwickelt. Durch die Weiterentwicklung der Ideen des namensgebenden griechischen Mathematikers entstand eine vollkommen neue Architektur einer Windturbine, die mehr an ein stilvolles Schneckenhaus, als an ein Windrad erinnert.

Trotzdem geht’s bei Archimedes nicht vorrangig um die Optik. Der entscheidende Vorteil gegenüber gängigen Windrädern ist, dass die Turbine durch ihre Architektur so gut wie geräuschlos ist. Damit legt sie die Grundlage für eine entscheidende Richtungsänderung in der Energieversorgung. Archimedes sorgt dafür, dass die alternative Energieproduktion nicht zwangsläufig weit weg von Siedlungen stattfinden muss – sondern, dass sauberer Strom durchaus auch genau dort erzeugt werden kann, wo er gebraucht wird: direkt bei den Menschen.

Das macht die Windturbine zusätzlich für den urbanen Raum besonders interessant, der bisher kaum für regenerative Energieproduktion genutzt wird und somit abhängig von der Produktion auf dem Land ist. Zudem könnten kleinere Varianten von Windturbinen in Kombination mit Solarpanels endlich eine wirkliche Off-The-Grid Lösung bieten und so auch an Tagen, an denen keine Sonne scheint, via Wind genügend Strom produzieren, um eine Versorgung vor Ort sicherzustellen.

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Bilder via Public Domain Architecten

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