Ganz ehrlich: Hat sich jemand schon Mal gefragt, warum Strohhalme so heißen – obwohl sie aus Plastik sind? Klar, irgendwann waren die Dinger bestimmt Mal aus Stroh. Gute Antwort! Nur dass sie heute aus Plastik sind, nehmen wir gerne einfach als gegeben hin.

Ziemlich schade, bedenkt man, dass in Deutschland rund 40 Milliarden Strohhalme pro Jahr verbraucht, sprich ein paar Minuten benutzt und dann entsorgt werden. Der Strohhalm, das ist im Wortsinn unüberhörbar, sollte eigentlich ein einfaches Naturerzeugnis sein. Heute ist er ein Wegwerfprodukt, für dessen Herstellung jährlich bis zu 50.000 Tonnen Rohöl benötigt werden.

Foto von Bio-Strohalme.com

Da drängt sich doch als nächste Frage auf, warum Trinkhalme eigentlich nicht mehr tatsächlich aus Stroh sein können. Und zum Glück, das können sie: Auf der Next Organic lagen vor uns plötzlich Bio Strohhalme, die ihren Namen wirklich verdient haben. Denn sie werden tatsächlich aus Stroh hergestellt, und sind – im Gegensatz zum Namensdieb aus Plastik – zu 100 Prozent kompostierbar.

Für die Herstellung werden zunächst die Ähren geerntet und anschließend dann die Halme als Restprodukt vom Feld geschnitten. In Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen und Werkstätten werden die Halme dann sortiert, geschnitten und verpackt. Wir finden das natürlich toll – und fühlen uns gleichzeitig ein ganz kleines bisschen ertappt. Die Strohhalme aus, tja ja: Stroh, sind ein schönes Beispiel dafür, wir unreflektiert wir uns manchmal in der gegebenen Produktwelt bewegen. Und das selbst wenn die Antwort auf eine nachhaltigere Alternative schon im Namen gegeben ist.

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Fotos: Bio Strohhalme

2 Kommentare

  1. Hallo Werner, weißt du auch, wo man die Bio-Strohhalme kaufen kann? Gruß Birgit

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