In Zukunft braucht man keine Tiere mehr für Fleisch

Für Vegetarier und Veganer gibt es zwar viele Fleischalternativen, aber das sind meistens wirklich nur Alternativen. Einen vegetarischen Burger „Burger“ zu nennen, verspricht fast immer etwas, was nicht gehalten werden kann. „Sandwich“ würde es da schon eher treffen. Das Gefühl beim herzhaft Reinbeißen stimmt einfach nicht! Denn der entscheidende Faktor für eine Fleischimitation ist und bleibt neben dem Geschmack immer auch die Konsistenz. Produkte aus Tofu, Seitan, Gemüse oder Käse können zwar lecker sein, aber sind für Menschen, die gern Fleisch essen, und dies auch weiterhin tun wollen, immer noch kein zufrieden stellender Ersatz. Bis jetzt!

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Die amerikanische Firma BEYOND MEAT forscht und arbeitet seit ein paar Jahren daran, die Struktur von Fleisch so gut wie möglich nachzubilden. Die Kernidee ist simpel: In Pflanzen befinden sich ähnliche Bausteine wie in Fleisch. Wenn man diese Bestandteile gezielt extrahiert, ist es möglich, sie in ähnlicher Struktur und Zähigkeit wie beim echten, tierischen Fleisch, wieder zusammenzusetzen.

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Das allein reicht BEYOND MEAT jedoch nicht. Wenn man Fleisch schon von Grund auf nachahmt, warum sollte man es dann nicht gleich auch inhaltlich besser machen? Zu einer Art Super-Fleisch: mit mehr Proteinen, Vitaminen oder Eisen, zum Beispiel. beyond_meat_1

Denn Fleisch ist, wie auch immer wir das persönlich so finden, immer noch eines der beliebtesten Nahrungsmittel und für viele aus einer „richtigen“ Mahlzeit nicht wegzudenken. Dabei ist der Fleischkonsum mittlerweile einer der größten Treiber für den Klimawandel und die Zerstörung unserer direkten Umwelt.

Für alle, die’s (noch) nicht wissen: Dies liegt an folgenden Punkten

  1. Massentierhaltung und schlechte Haltungsbedingungen für die Tiere
  2. Riesiger Wasserverbrauch (1kg Rindfleisch braucht ca. 15.000 Liter Wasser!)
  3. Kühe stoßen beim Wiederkäuen Methan aus, welches 23 Mal aggressiver als CO2 ist (es gibt ca. 1,7 Millarden Kühe)
  4. Die Rinderhaltung braucht viel Platz (zwischen 27 und 49 Quadratmeter pro Kilogramm). Um dafür genügend Platz zu schaffen, wird weltweit der Regenwelt gerodet.
  5. Um die Masse an Tieren zu ernähren, wird vor allem Soja eingesetzt. Dieses wird zum Großteil in Südamerika angebaut. Dafür wird wiederum Regenwald abgeholzt, Gentechnik und Glyphosat eingesetzt.

Es gibt also mehr als genug gute Gründe Fleisch neu zu erfinden! Wenn es Unternehmen wie BEYOND MEAT gelingt, eine wirkliche Alternative anzubieten, wäre der Umstieg auf „pflanzenbasiertes Fleisch“ für viele wesentlich einfacher. Es wär ein kleiner Schritt für den Menschen – aber (kein Scherz!) ein großer Schritt für die Umwelt.

https://youtu.be/RSDiCoEag9s

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