Seien wir mal ehrlich: Plastikmüll komplett aus unserem Alltag zu verbannen, ist eine riesige Herausforderung. Wir haben größten Respekt vor Menschen wie der New Yorker Zero-Waste-Ikone Lauren Singer von Trash Is For Trossers oder Milena Glimbovski von Original Unverpackt, die mit ihrem verpackungsfreien Supermarkt in Berlin eine wunderbare Plattform geschaffen hat, um möglichst so gut wie gar kein Plastik mehr zu benutzen.

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Denn Tatsache ist: Plastik ist Mist. Wir verbrauchen viel zu viel für viel zu viele sinnlose Verpackungen. Schon bei der Produktion verschlingt das Material riesige Mengen an (fossilen) Ressourcen. Die Nutzungsdauer liegt dann oft nicht mal im Minutenbereich, bevor es weggeschmissen wird. Und dann? Braucht’s ein paar Hundert Jahre, um sich zu zersetzen. Gut, teilweise wird Plastik recycelt und wieder verwendet. Mehr als die Hälfte, nämlich gut 56 Prozent, des Plastikmülls werden einfach verbrannt – und sind für eine Weiternutzung für immer verloren.

Genau an diesem Punkt setzt das Projekt Precious Plastic an, das Plastik schon im Namen als wertvolles Gut deklariert. Wie jetzt, wertvoll? Die Menschen hinter Precious Plastic haben ein paar einfache Maschinen entwickelt, mit denen sie altes Plastik zerlegen und daraus neue Alltagsgegenstände herstellen. Und das Beste: Die Pläne für diese Maschinen sind Open-Source und jeder ist dazu eingeladen diese nachzubauen oder weiterzuentwickeln.

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Damit bekommt Plastik tatsächlich einen Wert zugeschrieben, der den bisher unnützen Müll interessant für eine Zweitverwertung macht. Gerade in den Entwicklungsländern könnte dies eine Grundlage für kleine Geschäfte werden, die dafür sorgen Plastik-Müll einzusammeln und daraus nützliche Alltagsgegenstände herzustellen.

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Wir lieben diese Idee! Und trotzdem sollten wir natürlich generell versuchen, so wenig wie möglich Plastik zu verbrauchen. Das würde unseren Ozeanen helfen, unsere Ressourcen schonen und hätte maßgeblichen Einfluss auf den globalen CO2 Ausstoß. Wer noch mehr zum Thema Plastik wissen möchte, dem empfehlen wir die Dokumentation PLASTIC PLANET:

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